
Was man in Abu Dhabi essen sollte: Eine Food-Map für alle, die immer auf Dubai ausweichen
Du bist für einen Tag in Abu Dhabi. Vielleicht wegen eines Konzerts in der Etihad Arena, eines Streifzugs durch den Louvre, eines Meetings, das länger dauerte als geplant. Die Mittagszeit kommt, du öffnest Maps, und dein Daumen macht das, was er in Abu Dhabi immer macht: scrollt direkt zur gleichen Kette, die man in jedem Einkaufszentrum in jeder Stadt der Welt findet.
Wir müssen über diesen Daumen reden.
Denn hier ist die stille Wahrheit, die Dubai-Menschen nur ungern zugeben: Abu Dhabi kann essen. Die Hauptstadt macht nur nicht so viel Lärm darum wie ihre Nachbarstadt. Das Gute steht nicht auf einem Plakat – es versteckt sich in einer Seitenstraße in Al Mina, in einem umgebauten Food Truck am Al Raha Beach, an einer Uferpromenade, von der du nicht wusstest, dass es sie gibt. Das hier ist also deine Map. Fünf Viertel, was man in jedem bestellen sollte, und die Spots, die Einheimische wirklich empfehlen.
Al Mina: Fang dort an, wo die Stadt wirklich isst
Vor den Inseln und den Malls gab es den Hafen. Al Mina ist Abu Dhabis alter Bauch: ein lebendiger Fischmarkt, auf dem der Fang im Morgengrauen ankommt, plus ein Dattelnmarkt, der im Grunde ein Süßwarenladen für Erwachsene ist. Al Mina ist das beste Viertel in Abu Dhabi, um lokale Lebensmittelmärkte zu erkunden.
Das bestellen: Deinen Fisch auf dem Markt aussuchen, ihn einem der kleinen Garküchen in der Nähe übergeben und ihn einfach gegrillt mit Reis und einem Klecks Chili servieren lassen. Das ist so weit von einem abgeschlossenen Mall-Food-Court entfernt wie nur möglich – und es ist das Essen, das die Leute in Erinnerung behalten.
Wenn du in der Hauptstadt nur ein einziges „Entdeckungsessen" haben kannst, dann lass es dieses sein. Es verdirbt einem für immer den Spaß an der Restaurantkette.
Al Raha Beach (Al Muneera): Emiratisches Comfort Food, keine Reservierung nötig
Hierher kommt man, um die Frage zu beantworten, die Touristen nie zu stellen denken: Was essen Emirater eigentlich zu Hause?
Spot: Meylas. Es begann als Food Truck, bevor es in ein retro gestaltetes Lokal in Al Muneera umzog, gegründet von einer jungen Emiraterin, Shaikha Al Kaabi, mit dem Ziel, die traditionelle emiratische Küche am Leben zu erhalten. Die emiratischen Frühstücke hier gelten weithin als die besten der Stadt, und der Name selbst bedeutet „ein Ort, der Menschen zusammenbringt" – also komm mit einer Gruppe.
Das bestellen: Ein vollständiges emiratisches Frühstück mit Balaleet, Chebab, Regag mit Käse und Honig. Es sieht auf Fotos wunderschön aus und schmeckt noch besser – eine seltenere Kombination, als das Internet einen glauben machen würde.
Al Maryah Island: Die polierte Insel
Wenn Al Mina der Bauch der Stadt ist, dann ist Al Maryah ihr Blazer. Dies ist das glänzende, herausgeputzte Gastronomierviertel rund um The Galleria, und es wird nur dichter – Abu Dhabi ist mittlerweile ein ernstzunehmender kulinarischer Hotspot, sodass The World's 50 Best Restaurants seine Verleihung 2026 in der Hauptstadt abhält.
Das bestellen: Was auch immer der Tisch neben dir hat. Das Publikum hier ist vielreisend und hat eine klare Meinung, was es zu einem großartigen Ort macht, um nach Instinkt statt nach Plan zu essen. Beobachte, was fotografiert wird, bevor es gegessen wird – das ist das Gericht.
Al Qana: Modernes Arabisch, am Wasser
Neuer, luftiger und gemacht für die Golden-Hour-Crowd. Al Qana ist die Uferpromenade, an der die kulinarische Szene der Hauptstadt ihre kreative Seite zeigt.
Spot: ťazal. Es hat einen Bib Gourmand im MICHELIN Guide Abu Dhabi 2026 erhalten und verbindet arabische Aromen mit europäischen Einflüssen zu Gerichten, die vertraut, aber frisch neu interpretiert wirken. Zu den Signature-Gerichten gehören iranischer Kabab, Bang-Bang-Shrimp, Kaak al Quds, Zaatar-Seebrasse und ein Crème-Brûlée-Kunafa, der allein schon die Reise wert ist.
Das bestellen: Das Crème-Brûlée-Kunafa. Ja, als einziger Grund herzukommen.
Reem Island & Yas: Wo die Meeresfrüchte und der Sonnenschein zu Hause sind
Zwei zum Preis von einem, denn sie passen gut zusammen. Auf dem Makers District der Reem Island hat der Dubai-Favorit Ibn Al Bahr einen entspannten libanesischen Meeresfrüchte-Spot mit Blick auf den Golf eröffnet, wo der ganze holzkohlegegrillte Rote Schnapper das Highlight ist. Und auf Yas Island, der Freizeit- und Themenpark-Seite der Stadt, serviert Mika sonnenverwöhntes mediterranes Essen mit einem Hauch des Nahen Ostens an der Marina.
Das bestellen: Ganzer Fisch auf Reem, Mezze-und-Mediterranes auf Yas. Beides schmeckt am besten, wenn man es gemächlich genießt, mit dem Wasser im Blick und ohne Eile.
Abu Dhabi ist nicht die Stadt, mit der man sich auf dem Weg nach Dubai abfindet. Es ist die, an der man immer vorbeigefahren ist.
Dein nächstes Abu-Dhabi-Essen gefunden – oder kennst du einen Geheimtipp, den wir vergessen haben?
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